Mitgliederversammlung stellt Weichen für die weitere Arbeit der LAG Westallgäu-Bayerischer Bodensee

Mit einer neuen Führungsspitze geht die Regionalentwicklung Westallgäu-Bayerischer Bodensee e. V. in die kommenden Jahre. Bei der Mitgliederversammlung in der Inselhalle Lindau wurde Tobias Pellot (Bürgermeister Gemeinde Nonnenhorn) zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt. Unterstützt wird er von den fünf gleichberechtigt stellvertretenden Vorsitzenden: Martin Beckel (Bürgermeister Markt Oberstaufen). Markus Mohr (Bürgermeister Gemeinde Stiefenhofen), Ulrich Pfanner (Bürgermeister Markt Scheidegg), Oliver-Kersten Raab (Bürgermeister Gemeinde Hergatz) und Stefan Schneider (Bürgermeister Gemeinde Oberreute)

Mit einem besonderen Dank verabschiedete der Verein den bisherigen Vorsitzenden Eric Ballerstedt. Er konnte nach sechs Jahren an der Spitze der Regionalentwicklung nicht erneut für das Amt kandidieren. Jasmin Sommerweiß (Geschäftsstellenleitung) würdigte insbesondere seinen Einsatz für die Region und die Zusammenarbeit mit den Mitgliedskommunen, Projektträgern und regionalen Akteuren. In seiner Amtszeit wurden zahlreiche Projekte in der Region begleitet und wichtige Schritte für die Weiterentwicklung der LEADER-Arbeit umgesetzt. „Es war mir eine große Freude, die Regionalentwicklung in den vergangenen Jahren als Vorsitzender mitzugestalten. Besonders begeistert haben mich die vielen engagierten Menschen, die mit ihren Ideen und einer wirklich beeindruckenden Vielfalt an Themen dazu beitragen, unsere Region noch besser zu machen. “, so Eric Ballerstedt.

Kontinuität gibt es bei der Rechnungsprüfung: Bürgermeister Tobias Paintner (Markt Weiler-Simmerberg) und Hauptamtsleiter Christian Schiebel (Markt Oberstaufen) wurden von der Mitgliederversammlung im Amt bestätigt.

Einen weiteren Schwerpunkt der Versammlung bildete die turnusmäßige Neuwahl des 25-köpfigen Entscheidungsgremiums der Lokalen Aktionsgruppe (LAG). Das Gremium ist ein zentrales Element im LEADER-Prozess: Es bewertet die eingereichten Projektideen und entscheidet über deren Auswahl für eine LEADER-Förderung. Mit der Neuwahl ist die LAG auch für die weitere Umsetzung der Lokalen Entwicklungsstrategie (LES) personell wieder gut aufgestellt. Das Gremium setzt sich aus 9 Vertretern des öffentlichen Sektors (Gemeinden) und 16 Vereinen und Organisationen aus den Bereichen Klima- und Ressourcenschutz, Landwirtschaft und Energie, Kultur & Tourismus, Zusammenhalt, Fürsorge und Mobilität sowie der Regionalen Wirtschaft zusammen.

Neben den personellen Entscheidungen stand auch die laufende Arbeit der Regionalentwicklung im Mittelpunkt. Die Geschäftsstelle berichtete über den aktuellen Stand verschiedener LEADER-Projekte in der Region. Dabei wurde deutlich, wie vielfältig die Themen sind, die mit Unterstützung von LEADER vorangebracht werden – von Angeboten der Daseinsvorsorge über Freizeit- und Begegnungsangebote bis hin zu Maßnahmen zur Stärkung der regionalen Wirtschaft.

Auch über das Projekt „Unterstützung Bürgerengagement“ wurden Vereine und gemeinnützige Initiativen unbürokratisch mit bis zu 1.500 Euro bei kleineren Vorhaben unterstützt. Die Förderung ermöglichte die Umsetzung zahlreicher Ideen aus dem Ehrenamt, die unmittelbar vor Ort wirken und das gesellschaftliche Miteinander stärken. Wie vielfältig dieses ehrenamtliche Engagement ist, wurde auch bei der Mitgliederversammlung sichtbar: Die Katholische Landjugend Grünenbach berichtete über ihre Vereinsarbeit und der Männerchor Gestratz übernahm die musikalische Gestaltung der Veranstaltung und sorgte damit für einen besonderen Rahmen.

Um die Finanzierung der LAG und damit die kontinuierliche Arbeit der Regionalentwicklung auch künftig sicherzustellen, wurde auf der Mitgliederversammlung der Mitgliedsbeitrag für die Gemeinden angepasst. Dieser steigt ab dem Jahr 2027 auf 1,70 Euro pro Einwohner.

„Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe und die Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle, dem Vorstand und dem Entscheidungsgremium. Mir ist wichtig, gemeinsam mit den Menschen, Kommunen und Vereinen vor Ort gute Ideen aufzugreifen und Projekte auf den Weg zu bringen, die unsere Region weiterentwickeln und für die Menschen lebenswert machen. Und Dank der gesicherten finanziellen Ausstattung haben wir hierfür auch gute Voraussetzungen geschaffen.“, sagt Tobias Pellot als neuer Vorsitzender der Regionalentwicklung.