Ausgangssituation und Handlungsbedarf
Die Lesepulte im Hörraum sind derzeit nicht barrierearm und inklusiv. Dies steht im Widerspruch zu unserem Anspruch, unsere Inhalte allen Menschen zugänglich zu machen.
Die gegenwärtigen Lesepulte sind nicht höhenverstellbar und bieten Informationen nur in gedruckter, statischer Präsentation an. Diese Präsentationsform in Buchform entspricht nicht modernen didaktischen und inklusiven Vermittlungsansätzen. Auch ist eine Vertiefung, Aktualisierung und Differenzierung der Inhalte ist mit der bestehenden Form nicht oder nur sehr aufwändig möglich.
Gerade bei komplexen Themen gesellschaftlicher Verantwortung wie Menschenrechte, gewaltfreie Konfliktlösung oder Erinnerungskultur besteht ein wachsender Bedarf an interaktiven und multiperspektivischen Zugängen. Unterschiedliche Altersgruppen sowie Menschen mit verschiedenen Lernvoraussetzungen benötigen aber flexible Vermittlungsformate, die visuelle, auditive und interaktive Elemente einbeziehen.
Projektziele
Durch die Installation höhenverstellbarer Medienstationen wird eine bessere Erreichbarkeit für alle Besucher-Zielgruppen geschaffen. Eines der Stehpulte – ebenfalls verstellbar-wird sich in unmittelbarer Nähe der schon vorhandenen „Kinderecke“ befinden. Damit erhalten Kinder einen spielerischen Zugang zu altersgerechten und pädagogisch wertvollen Inhalten.
Die vier Themenbereiche werden teilweise ersetzt, ganz neu überarbeitet und digital aufbereitet. Geplante Themenbereiche sind:
- Menschenrechte / Frauenrechte
- Kinderrechte
- Völkerrecht/ Globales Zusammenleben
- Erinnerungskultur
Durch den Einsatz digitaler, barrierearm zugänglicher Endgeräte können Inhalte in variabler Schriftgröße, mit Audiounterstützung, ggf. in leichter Sprache oder mit Untertiteln bereitgestellt werden. Themen lassen sich vertiefend, multiperspektivisch und medienübergreifend darstellen – durch digitalisierte Literatur, kurze Filme, Fotomaterial, Zeitzeugnisse, künstlerische Beiträge oder interaktive Elemente.
Mit Kopfhörern oder Audiomuscheln wird zusätzlich der Hörsinn einbezogen – passend zum Konzept des „Hörraums“, So entsteht ein multisensorischer Zugang, der Menschen mit ganz unterschiedlichen Kapazitäten anspricht. Die geplante Gestaltung trägt somit wesentlich zur Barrierefreiheit, zur inhaltlichen Vertiefung und zu einer zeitgemäßen, inklusiven Bildungsarbeit bei.
Durch die neue Gestaltung werden verbesserte Barrierefreiheit und Inklusion, zeitgemäße, interaktive Wissensvermittlung, stärkere Zielgruppenorientierung, sowie eine deutlich erhöhte Aufenthalts- und Bildungsqualität im Hörraum gewährleistet.
Maßnahmen
Technische Ausstattung:
- Vier höhenverstellbare Stehpulte, ästhetisch passend zum vorhandenen Raumkonzept; eines davon in Kinderhöhe;
- Vier digitale Endgeräte/ Tablets (museumstauglich: leicht bedienbar und robust) inkl. elektronischer Anschlüsse
Innovatives Vermittlungskonzept:
- Künstlerisch und museumsdidaktisch ansprechende, digitale Umsetzung der Inhalte durch externen Dienstleister
| Projekttitel | Interaktive Lernstationen im Hörraum |
|---|---|
| Projektträger | pax christi Augsburg e.V. |
| Projektgebiet | friedens raeume – mehr als ein Museum in Lindau i.B./ Bad Schachen |
| Beteiligte LAG | Regionalentwicklung Westallgäu-Bayerischer Bodensee |
| Gesamtkosten | 57.300,88 Euro (brutto) |
| Fördersumme | 24.076,00 Euro |
| Projektlaufzeit | 12/2026 bis 03/2028 |
| Projektstatus | Projektantrag eingereicht |
| Förderinstrument | LEADER 2023-2027 |
| LES-Handlungsziel | HZ1: Erlebbarmachen und Bewahren der Qualitäten und kulturellen Traditionen des Kulturraums der Region |


